erste urkundliche Erwähnung als „oppidum Gripheswald“ in einer Urkunde Herzog Wartislaws III.
Greifswald entdecken
Die Universitäts- und Hansestadt Greifswald liegt am Ryck im Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns. Zwischen Boddenlandschaft, Backsteingotik und Caspar David Friedrich verbindet sie historische Altstadt, junge Hochschulkultur und kurze Wege ans Wasser.
Greifswald in Zahlen und Daten
Ein schneller Überblick über Geschichte, Lage und Kennzahlen der Universitäts- und Hansestadt Greifswald.
Verleihung des Lübischen Stadtrechts am 14. Mai durch Wartislaw III.
Gründung der Universität Greifswald, eine der ältesten Universitäten Mitteleuropas
Gründung des Zisterzienserklosters Hilda, aus dem später Eldena hervorging
Katasterfläche des Stadtgebiets nach amtlicher Flächenerhebung
Einwohnerinnen und Einwohner; zum 31.12.2023 zählte die Stadt 60.071 Personen mit Haupt- und Nebenwohnsitz
Die Stadt veröffentlicht laufend aktualisierte Quartalszahlen. Tagesgenaue Werte stehen in der amtlichen Statistik der Universitäts- und Hansestadt Greifswald bei greifswald.de, öffnet in neuem Fenster.
Backstein, Wasser und weite Wege
Greifswald ist kein klassischer Badeort, sondern eine kompakte Stadt mit maritimem Rand: In der Altstadt stehen Marktplatz, Rathaus, Dom St. Nikolai und die drei mittelalterlichen Backsteinkirchen nah beieinander. Nordöstlich schließt der Museumshafen an den Ryck an, weiter draußen liegen Wieck, Eldena, die Dänische Wiek und der Greifswalder Bodden.
Für einen Stadtbesuch lohnt sich die Kombination aus Altstadtrundgang, Museumshafen und Eldena. Wer länger bleibt, kann Ausflüge nach Rügen, Usedom oder in die Bodden- und Küstenlandschaft einplanen.
Was man in Greifswald sehen sollte
Klosterruine Eldena
Das Zisterzienserkloster Hilda, später Eldena, wurde 1199 gegründet und bestand bis zur Reformation 1533. Die Ruine ist ein Schlüsselort der Stadtgeschichte und wurde durch Caspar David Friedrich zu einem Motiv der Romantik. Das Gelände liegt östlich der Innenstadt in Richtung Wieck.
Historische Altstadt und Marktplatz
Der Greifswalder Marktplatz bildet das Zentrum der Altstadt. Rund um Rathaus, Giebelhäuser und die Wege zu St. Nikolai, St. Marien und St. Jacobi lässt sich die Backsteinstadt sehr gut zu Fuß erkunden.
Dom St. Nikolai
St. Nikolai gilt als Wahrzeichen Greifswalds und ist die älteste überlieferte Kirche der Stadt. 1456 wurde sie im Zusammenhang mit der Universitätsgründung zum Dom erhoben. Der fast 100 Meter hohe Turm mit barocker Haube prägt die Silhouette; die Kirche ist außerdem Taufkirche Caspar David Friedrichs.
Universität Greifswald
Die Universität wurde 1456 eröffnet. Weil Vorpommern bis 1815 unter schwedischer Herrschaft stand, war sie lange zugleich Schwedens älteste Universität. Der frühere Name Ernst-Moritz-Arndt-Universität ist seit 2018 nicht mehr offizieller Name; korrekt ist heute Universität Greifswald.
Caspar-David-Friedrich-Zentrum
Im Geburtshaus des Malers widmet sich das Zentrum seinem Leben, seiner Familie und dem Handwerk rund um Seifensiederei und Kerzenzieherei. Greifswald ist ein wichtiger Ausgangspunkt für Friedrichs Motive in Vorpommern.
Pommersches Landesmuseum
Das Museum zeigt Geschichte, Kunst und Kultur Pommerns. Besonders wichtig ist die Romantik-Sammlung mit Originalmaterialien und Werken rund um Caspar David Friedrich.
Botanischer Garten und Arboretum
Der Botanische Garten geht auf das Jahr 1763 zurück und zählt zu den ältesten Deutschlands. Das Arboretum mit Gehölzen aus Europa, Asien und Amerika wurde ab 1934 angelegt und später erweitert.
Fangenturm und Museumshafen
1264 erhielt Greifswald die Erlaubnis zum Bau einer massiven Stadtbefestigung; der Fangenturm entstand als nordöstlicher Eckturm um 1270/1280. Heute prägen historische Schiffe, Speicher und die Ryckpromenade den Hafenbereich.
Tierpark Greifswald
Der Tierpark liegt stadtnah und ist besonders für Familien ein unkompliziertes Ziel. Öffnungszeiten und aktuelle Angebote veröffentlicht der Tierpark auf seinen eigenen Kanälen.
Zwischen Altstadt und Bodden
Wasser: Spaziergänge am Ryck, Museumshafen, Wieck und Eldena; je nach Saison Segeln, Paddeln oder Ausflugsfahrten in der Boddenregion.
Kultur: Theater Vorpommern, St. Spiritus, Pommersches Landesmuseum, Universitätsveranstaltungen und kleine Festivals.
Sport: In Greifswald gibt es ein aktives Vereinsleben mit Angeboten für unterschiedliche Altersgruppen und Leistungsniveaus. Aktuelle Berichte, Ergebnisse und Vereinsmeldungen aus Greifswald sammelt MV-Sport.de, öffnet in neuem Fenster.
Familien: Tierpark, Spielplätze, kurze Wege in der Innenstadt und naturbetonte Ausflüge Richtung Eldena, Ladebow oder Boddenküste.
Ausflüge: Greifswald eignet sich als Ausgangspunkt nach Rügen, Usedom, Stralsund, Wolgast und in den Naturraum der vorpommerschen Küste.
Übernachten, lesen, erinnern
Greifswald bietet Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen in der Innenstadt, am Ryck und in den Stadtteilen. Für Wochenenden mit Veranstaltungen oder in der warmen Jahreszeit empfiehlt sich frühes Buchen.
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Verwendete Quellen
Die Angaben stammen aus öffentlich zugänglichen Veröffentlichungen der genannten Stellen. Historische Jahreszahlen folgen der Darstellung der Stadt und der Universität.
- Universitäts- und Hansestadt Greifswald: Stadtgeschichte im Mittelalter bei greifswald.de, öffnet in neuem Fenster Ersterwähnung 1248, Lübisches Stadtrecht 1250, Stadtbefestigung und Fangenturm
- Universitäts- und Hansestadt Greifswald: Klosterruine Eldena bei greifswald.de, öffnet in neuem Fenster Gründung 1199 als Kloster Hilda, Bestand bis zur Reformation 1533
- Universität Greifswald: Botanischer Garten und Arboretum bei uni-greifswald.de, öffnet in neuem Fenster Gründung des Gartens 1763, Anlage des Arboretums ab 1934
- Universitäts- und Hansestadt Greifswald: Daten und Fakten bei greifswald.de, öffnet in neuem Fenster Kommunale Statistikstelle, Quartalszahlen zu Bevölkerung und Stadtgebiet